Seit zehn
Jahren sind Walli und Klaus Stammgäste des Swingerclubs
"Inside". Dort können die beiden 46-Jährigen in Ruhe Sex
haben, ohne von ihren vier Kindern gestört zu werden. Und das
auch mit anderen Partnern. Walli sieht in den regelmäßigen
"Bäumchen-wechsel-Dich-Spielen" sogar einen der Gründe, warum
ihre Ehe schon 28 Jahre hält.
Swingen statt
Fremdgehen
Walli und Klaus
Gleich zu
Beginn ihrer Ehe machte Klaus seiner Frau klar, dass er nicht
an die lebenslange Treue glaubt. Doch da beide nicht hinter
dem Rücken des anderen fremdgehen wollten, beschlossen sie,
sich im Pärchenclub auszutoben. Ihr erster Besuch in einem
Swingertreff liegt bereits 20 Jahre zurück. Inzwischen haben
sie das "Inside", das unauffällig inmitten eines
Industriegebietes liegt, zu ihrem Lieblingsclub auserkoren.
Dort trifft sich Alt und Jung, von 18 bis siebzig Jahren,
paarweise oder solo. Wie es in Swingerclubs üblich ist, zahlen
nur Männer, die ohne Begleitung kommen.
Spaß auf der Spielwiese
Die Swinger auf
der Spielwiese
Wie aktiv
die Clubgäste werden, ist ihnen selbst überlassen. Manchmal
wolle sie nur zuschauen und sich Anregungen holen, erzählt
Walli. Doch wenn das Zuschauen nicht mehr reicht, vergnügen
sich die Swinger auf der "Spielwiese" oder der "Matte", wo es
"wirklich wild durcheinander geht". Da Klaus jede ihrer
erogenen Zonen kennt und sie immer gleich berührt, ist es für
Walli sehr aufregend, auch mal von einem anderen Mann
angefasst zu werden. Und auch Klaus genießt es, andere Frauen
zu spüren. Dass sie so viel Spaß als Swingerpärchen haben,
macht Klaus zum einen daran fest, dass Walli und er eine
hundertprozentig intakte Ehe führten. Andererseits seien sie
beide in der Lage, Sex und Gefühle strikt zu trennen. Denn wer
Gefühle investiere, gehe im Club kaputt.
Ein Beitrag von Ute Laibl und Meike Peters, bearbeitet
für ZDFonline.